Marketing: Messen, Schulungen und Handelswerbung – Selbstständig machen Teil 12

Messen und Präsentationen sind ebenso wie Media Werbung im TV mit relativ hohen Kosten verbunden. Wer sich Stände auf Messen leisten kann, der hat entweder ein großes Investment oder dessen Geschäft läuft schon wie geschmiert. Glückwunsch! Denn Messen und alle anderen Formen von Tagungen und Kongressen sind immer mit hohen Kosten für den Einzelkontakt verbunden.

Messe: Präsentation und Fachpublikum

Zum einen die Einstandskosten, dafür dass man Standfläche erhält. Im nächsten Schritt muss man mit den anderen Ständen konkurrieren um die Besucher zu locken, das erfordert einen Standbauer. Dazu kommt das Personal, z.b. für die Betreuung der Gäste. Bei Präsentationen, Tagungen und Kongressen musst du dementsprechend viel Zeit für die Organisation mit einplanen. Je nach Location z.b. in Berlin-Mitte, kann dies schon einmal sehr teuer werden. Gleichzeitig ist der Effekt groß, denn alleine für das Prestige lohnt es sich. Ein Großteil dieser Media Maßnahmen richtet sich an ein B2B Fachpublikum, mit großem Auftragsmengen und Budgets.

Präsenz ist in der Werbung immer wichtig. Je größer dein Unternehmen wird, desto breiter wird dein Media Portfolio aufgestellt sein. Während du vielleicht zu Beginn aus Kostengründen mit Werbung auf Facebook und Instagram startest, wirst du früher oder später mit Sicherheit auch auf Messen oder Kongressen zu finden sein. Vielleicht genauso wie in TV-Werbung oder in Fachzeitschriften. Wenn du dich auf eine Messe vorbereitest, dann geht es insbesondere um folgende Punkte:

  • Messestand
  • Personal und Service
  • Zielsetzung und Zeitplan
  • Unterlagen (Information bis Verkauf)
  • Präsentationsmittel

Informationen, Schulungen, Handelswerbung

Wie beim Essen, Tagungen und Kongressen richtet sich auch diese Form der Werbung an ein B2B Publikum. Hier sogar noch wesentlich mehr als auf Messen, denn Schulungen und Handelswerbung findet in der Regel unter Fachpersonal statt. Wenn du z.b. im Bereich Heizung und Sanitär bist, könntest du regelmäßige Schulungen veranstalten um beispielsweise neue Armaturen und Designs ins Gespräch zu bringen. Wenn zukünftig immer mehr berührungslose Bad und Küchenarmaturen installiert werden (Trend), müssen natürlich auch Fachkenntnisse zum Produkt vorhanden sein. Denn zum Wasser kommt noch der elektrische Anschluss sowie die Wartung und irgendwann Reparaturmaßnahmen. Solche Schulungen und Weiterbildungen haben dazu sogar noch den Vorteil, dass sie offensichtlich nicht nach Werbung aussehen. Schließlich gibt es eine kostenlose Schulung und Weiterbildung.

Für Betriebe ist sind solche Schulungen außerdem eine kostenlose Möglichkeit der Weiterbildung für Mitarbeiter. Für dich ist es eine Möglichkeit deine Produkte oder Dienstleistungen ins Gespräch zu bringen. Durch die praktische Anwendung haben die Teilnehmer direkt einen sehr hohen Lernfaktor, denn sie sind nicht nur gedanklich dabei, sondern auch motorisch, durch Beispiel Installationen. All das verfestigt das neue Produkt beim Handwerker. Beim nächsten Kundengespräch wird er oder sie vielleicht auf die Vorzüge der neuen, berührungslosen Bad Armatur hinweisen. Wenn er oder sie den Kunden überzeugt, haben alle etwas davon. Der Handwerkerbetrieb verdient ein paar Euro extra, durch die exklusive Armatur. Du hast einen weiteren Kunden gewonnen. Der Kunde hat eine hervorragende, berührungslose Badarmatur.

Im Idealfall wird der Neubau nicht nur mit einer Armatur ausgestattet, sondern direkt mit mehreren Armaturen in mehreren Etagen. So hast du durch das Konzept einer Schulung und Weiterbildung für Werbung gesorgt, direkt beim Fachpublikum, Volltreffer. Natürlich geht so etwas nicht nur bei B2B Kunden. Vom Golf Schnupperkurs bis zur Tupperware Party. Damit kommen wir auch zum Verkaufsgespräch, Marketing live, nicht gedruckt.

Merchandising und Wiedererkennung

Merchandising richtig eingesetzt, kann insbesondere bei bereits existierenden Interessenten und Kunden eine permanente Erinnerung hinterlassen. Du erinnerst dich, je mehr Kontakte, desto größer ist der Effekt beim einzelnen Konsumenten.

Ursprünglich kommt das Merchandising aus der Musikindustrie. Musik Bands drucken ihre Logos auf einfache T-Shirts, damit Fans sie nach dem Konzert mit nach Hause nehmen können. So hat man immer die Erinnerung an das Live-Konzert aber auch den Reminder, wenn du die alten Songs magst, kauf dir auch die neuen! Heute funktioniert Merchandising nicht nur bei Musik Bands, sondern auch bei Unternehmen. Vom gesponsorten Shirt Merchandising für den Langstreckenlauf und die positiv PR durch Sport und Bewegung bis hin zum Brand Merchandising, dem eigenen Marken Logo, groß und präsent auf einem T-Shirt oder einer Jacke. Ein Teil der Langstreckenläufer wird das T-Shirt noch lang als Beweis tragen, dass man dabei war. Im Fitnessstudio, in der Freizeit oder auch beim Joggen. Hervorragende Optionen für Unternehmen ihr Logo in die richtige Zielgruppe zu bringen. Ebenso funktioniert es beim Brand Merchandising. Je größer das Markenlogo, desto besser! Damit jeder sieht, was man sich leisten kann.

Bei Merchandising geht es für dich also darum, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, eine ständige Quelle der Erinnerung für den Kunden zu haben und Markenpräsenz in der Zielgruppe. Durch das Tragen von Stücken, wie T-Shirts oder auch Taschen, bekommen Logos eine große Werbefläche. Mit einem Spaziergang am Freitagnachmittag, durch die Innenstadt, erreicht ein einfaches T-Shirt oder ein Jutebeutel so schnell 1.000 bis 2.000 Kontakte. Hochgerechnet auf Tage, Wochen, Monate und Jahre, hat man damit nicht nur ein kleines Geschäft gemacht, sondern auch noch Werbung platziert, vollkommen kostenlos und nachhaltig. Nicht nur beim Kunden selbst, auch noch in seinem oder ihrem Freundeskreis, sowie in der nahen Öffentlichkeit, z.b. beim Shopping oder Sport.

Ratgeber: Selbstständig machen & Businessplan

Du willst dich selbstständig machen als Immobilienmakler oder mit einer anderen Geschäftsidee? Wir unterstützen dich mit Tipps zu deinem Businessplan und Konzept. Ob Selbstständig in Vollzeit oder nebenberuflich Selbstständig: Wer seine eigene Firma gründen will, der muss sich über vieles Gedanken machen, im Vorfeld und im operativen Geschäft. Von der richtigen Idee bis zur Krankenversicherung – was gibt es zu beachten, wenn man sich selbstständig machen will?

Für Unternehmer gibt es keine Ausbildung oder Weiterbildung. Geschäftsführer oder Geschäftsführerin ist man oder nicht. Wichtig ist immer der eigene Ehrgeiz, denn nur so verbessert man sich, jeden Tag.

Die Themen im Überblick:

Makler werden: Geschäftsmodell und Marketing

  1. Businessplan: Gliederung, Definition und Best Practice
  2. Gründer und Gründerteam: Der unfaire Vorteil im Business
  3. Produkt / Dienstleistung: UPS und Alleinstellungsmerkmal
  4. Neukunden und Stammkunden: Kundenzufriedenheit steigern
  5. Marktübersicht: Kunden & Konkurrenz kennen lernen
  6. Referenzkunden: Positiver Imagetransfer für deine Firma
  7. Marktanalyse / Validierung: Geschäftsidee und Konkurrenz
  8. Standortwahl, Quadratmeterpreis und Coworking Tipps
  9. ... demnächst geht es weiter!