Marketing: Aktionen, Rabatte und Sonderangebote – Selbstständig machen Teil 14

Rabatte! Rabatte! Rabatte! Vom klassischen Marktschreier am Hamburger Fischmarkt bis zur Modeindustrie und monatlichen Rabattaktionen, vom Sommerschlussverkauf bis zu Aktionsangeboten im Rahmen besonderer Kampagnen, z.b. mit Influencern oder TV-Sendern sowie Prominenten. Grundsätzlich funktionieren Rabatte immer.

Aktionen, Rabatte, Sonderangebote

Manche Firmen haben es zu ihrem Geschäftsmodell gemacht, den UVP (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers) permanent anzugeben und dann wieder durch zu streichen. Darunter steht der eigene Preis, natürlich ein absolutes Schnäppchen im Vergleich zum UVP. Im Sortiment findet sich dann ein kleiner Grundstock an hochwertigen Marken für die allgemeine Aufwertung, mit einem Anteil von maximal 10 bis 15%. Sie sorgen dafür, dass die Kunden wissen, dass man manchmal große Schnäppchen machen kann. Natürlich besteht der Großteil der Ware aber aus Rückläufern von großen Unternehmen, anders gesagt Restposten. Die Werbung mit Restposten wäre aber kontraproduktiv, da der Kunde sofort nicht mehr bereit ist hohe Preise zu zahlen.  Die Werbung mit günstigen Markenprodukten ist dabei viel besser. Denn der Kunde geht prinzipiell schon von einem höheren Preis aus. Bevor es zu kompliziert wird schreiben wir lieber schnell -20% ins Schaufenster.

Regelmäßige Aktionen verankern Marken im Gedächtnis

Der Käufer weiß nur eins, hier kann ich sparen!

Rabatte und Sonderaktionen sind aber nicht nur am Preis möglich, natürlich kann man auch mehr Produkt für das Geld anbieten oder einem besonderen Zusatz, z.b. das Sammeln von Treuepunkten, um dadurch eine besondere Prämie als Kunde zu erhalten. Hier lässt sich auch wieder im Bereich „Kooperationen“ anknüpfen. Wenn du ein Produkt hast und für solch eine Aktion ein Produkt findest, dass deins hervorragend ergänzt, könnten beide Seiten ganz einfach von dieser Aktion profitieren. Wer z.b.Llokal einen Friseur aufmacht, der könnte sich mit der Modeboutique um die Ecke zusammentun. In der Modeboutique liegen dann ein paar Flyer für deinen Friseursalon aus, bei dir im Laden dagegen für die Modeboutique. Kunden werden also von einem Geschäft in das andere gelockt. Für keinen der Kooperationspartner entstehen prinzipiell zusätzliche Kosten und niemand nimmt dem anderen Kunden weg. Ein reines win-win Geschäft.

Vorteile im Onlinehandel

Dasselbe geht natürlich auch im Onlinehandel. Wenn dein Onlineshop sich auf Autotuning spezialisiert, könnte man sich mit einem Onlineshop für Sport connecten, z.b. Fußball. Beide Themengebiete liegen vom Interesse her nah zusammen. Der Sport Onlineshop legt Rabatt Flyer zu jeder Bestellung. Mit einem einfachen Code bekommt man z.b. 5 € Rabatt auf Bestellung. Im Gegenzug legst du in deine Bestellung jedes Mal einen Flyer mit 15% Rabatt auf jede Bestellung im Sport Onlineshop. So könnt ihr beide gewinnbringend voneinander profitieren.

Sofort denkt der Kunde, gespart! Wo man sparen kann, da geht man hin. An fast jedem Schaufenster der Innenstadt sieht man große Werbeschilder, „SALE! Schnäppchen Angebote bis -75%!“ – eine wichtige Grundlage, genauso wie das Sprichwort:

„Licht lockt Leute“

Unbedingt merken!

Exklusive Angebote: Für Neukunden und Stammkunden

Exklusive Angebote sind etwas besonderes, deshalb natürlich auch besonders schwierig zu erklären, denn jedes Angebot ist individuell! Ganz allgemein lässt sich aber sagen, das exklusive Angebote z.b. dafür sorgen können, dass du Kontaktadressen einsammeln kannst. So könnte ein exklusives Angebot bereits so aussehen, dass du einen ganz klassischen 5 € Rabatt Gutschein nur für 24 Stunden anbietest. Verknappung der Zeit. Den Gutscheincode erhält man dann nur, wenn man sich z.b. für den Newsletter einträgt. Sobald man die E-Mail-Adresse des potentiellen Interessenten hat, kann man diese für Werbeaktionen nutzen, solange er oder sie nicht widerspricht.

Exklusive Angebote können sich aber auch auf teure Produkte beziehen, so dass es ebenfalls Verknappung gibt. So könnte ein exklusives Angebot z.b. eine besondere Hülle für ein Smartphone sein, wenn das in Kooperation mit einem Designer entwickelt wurde. Je nach Angebot, digital oder physisch, lassen sich hier verschiedene Methoden und Möglichkeiten finden.

Ein exklusives Angebot kann sich aber auch auf die eigene Community beziehen. Z.b. ist das Angebot nur für die Follower zu sehen, die der Firma auf Snapchat folgen. Dementsprechend müssen sich alle bei Snapchat anmelden, die das exklusive Angebote am Freitagabend sehen wollen. Dabei muss es auch nicht immer digital sein, exklusive Angebote können auch nur für unsere Kunden da sein. Z.b. durch eine Postwurfsendungen und die Einladung zu einer exklusiven Probefahrt oder dem exklusiven Preisnachlass für den nächsten Flug. Natürlich gibt es dieses Angebot nur für Bestandskunden.

Zusatzleistungen, Garantien und Service

Zusatzleistungen machen den Kauf attraktiver. Dabei sollten Zusatzleistungen von dir bereits im Vorfeld in den Kaufpreis mit einkalkuliert werden. Durch zusätzliche 2 Jahre Garantie oder einen zusätzlichen Winterreifenwechsel ist der Kauf für viele schon wesentlich interessanter. Insbesondere dann, wenn man sich als Kunde in Zukunft Aufwand, Mühe oder Kosten spart. Zusatzleistungen fördern zudem ein positives Bild deiner Marke, ebenso im Kundenservice. Dementsprechend lassen sich Zusatzleistungen auch als Marketingtool nutzen.

Durch Zusatzleistungen kannst du dich aber auch von der Konkurrenz abgrenzen. Wenn alle ein gleiches Produkt verkaufen und du der einzige bist, der etwas Besonderes dazu legt, dann hast du ein individuelles Produkt, dass es so nur bei dir gibt. Schon hast du ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Egal ob es nun eine Service Dienstleistung ist oder ein zusätzliches Produkt, diese Methode rentiert sich insbesondere, wenn sie auf lange Zeit angeboten wird, damit sich der Service auch rum spricht, Stichwort Mundpropaganda.

Die verschiedenen Methoden lassen sich aber auch nix. So kann man z.b. die Zusatzleistung mixen mit exklusiven Angeboten, z.b. dem kostenlosen Winterreifenwechsel aber nur, wenn du dein Auto im Juli kaufst! Zusätzlich gibt es natürlich noch 1.000 € geschenkt, für den Alten!

Ratgeber: Selbstständig machen & Businessplan

Du willst dich selbstständig machen als Immobilienmakler oder mit einer anderen Geschäftsidee? Wir unterstützen dich mit Tipps zu deinem Businessplan und Konzept. Ob Selbstständig in Vollzeit oder nebenberuflich Selbstständig: Wer seine eigene Firma gründen will, der muss sich über vieles Gedanken machen, im Vorfeld und im operativen Geschäft. Von der richtigen Idee bis zur Krankenversicherung – was gibt es zu beachten, wenn man sich selbstständig machen will?

Für Unternehmer gibt es keine Ausbildung oder Weiterbildung. Geschäftsführer oder Geschäftsführerin ist man oder nicht. Wichtig ist immer der eigene Ehrgeiz, denn nur so verbessert man sich, jeden Tag.

Die Themen im Überblick:

Makler werden: Geschäftsmodell und Marketing

  1. Businessplan: Gliederung, Definition und Best Practice
  2. Gründer und Gründerteam: Der unfaire Vorteil im Business
  3. Produkt / Dienstleistung: UPS und Alleinstellungsmerkmal
  4. Neukunden und Stammkunden: Kundenzufriedenheit steigern
  5. Marktübersicht: Kunden & Konkurrenz kennen lernen
  6. Referenzkunden: Positiver Imagetransfer für deine Firma
  7. Marktanalyse / Validierung: Geschäftsidee und Konkurrenz
  8. Standortwahl, Quadratmeterpreis und Coworking Tipps
  9. ... demnächst geht es weiter!