Wir kaufen ein Haus – der große Guide rund ums Thema Immobilienkauf  

Der Traum vom Eigenheim, selbstständig leben in den eigenen vier Wänden, alles selbst gestalten und nach seinen individuellen Wünschen einrichten können. Doch mit diesen Wunschvorstellungen ist es noch lange nicht getan, denn zu einem Hauskauf gehört viel mehr. Zum Ziel, sich entspannt in seinem eigenen Garten zurücklehnen und das Leben genießen zu können führt ein langer Weg. Um diesen so einfach wie möglich zu gestalten, gibt es hier die besten Tipps & Tricks, was man beim Hauskauf genau beachten sollte, und welche Stolperfallen man vermeiden kann.

Immobilienkauf – von der Mietwohnung zum Eigenheim

Bei den ersten Gedanken an einen Immobilienkauf kommen sofort viele Fragen auf. Wie gehe ich am besten vor? Brauche ich einen Makler oder soll ich auf eigene Faust suchen? Wie groß soll das Haus sein, wie viele Quadratmeter und Zimmer braucht es? In welchem Gebiet suche ich und vor allem wie viel Budget benötige ich? All diesen Fragen gehen wir jetzt auf den Grund.

Schritt 1: Traumimmobilie gesucht – Grundanforderungen an ihren Hauskauf

Im ersten Schritt auf dem Weg zu ihrer Traumimmobilie sollten sie sich zuerst überlegen, was sie für Anforderungen an ihr Eigenheim haben. Wie viele Zimmer benötigen sie und wie viel Quadratmeter sollte ihr Haus und ihr Grundstück im besten fall haben? Natürlich sollte ihnen auch klar sein, in welche Gegend sie ziehen möchten und nach diesem Schema ihre Bedürfnisse anpassen. Ein Haus in einer Stadt wird teurer sein als ein Haus in einem Vorort oder auf dem Land. Benötigen Sie eine Schule in der Nähe oder sollte ein Supermarkt fußläufig gelegen sein. Wollen sie einen Garten oder eine Kinderfreundliche Umgebung. Natürlich sollten Sie sich auch über das äußere ihrer Immobilie Gedanken machen. Bevorzugen sie einen gewissen Stil von Haus, sollte das Haus eher modern oder eher im nordischen Stil sein? Nachdem sie diese Grundfragen geklärt haben und wissen, wie sie sich ihre Traumimmobilie vorstellen, können sie sich an Schritt 2 Wagen.

Schritt 2: Finanzplanung, Finanzierungsmöglichkeiten & Tilgung

Die Finanzplanung nimmt einen großen Teil bei dem Weg zum eigenen Haus ein, denn mit Baufinanzierung und Darlehen geht man eine große Verpflichtung ein, die mehrere Jahrzehnte umfassen kann. Demnach sollte sich jeder, der mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu kaufen zuerst einmal die finanziellen Eigenmittel prüfen. Dazu gehört zum Beispiel, ob schon Eigentum oder ein Bausparvertrag vorhanden ist und wie hoch dieses ist. Auch sollte geprüft werden welche mittel tatsächlich kurzfristig abgerufen werden können. Um einen Kredit bei einer Bank zu erhalten, wird empfohlen mindestens 10-20 % der benötigten Summe (Kaufsumme und Kaufnebenkosten) als Eigenkapital aufweisen zu können. Je höher das Eigenkapital, desto besser.

Natürlich spielen aber auch die persönlichen Lebensumstände eine Rolle bei der finanziellen Belastbarkeit. Dazu zählen beispielsweise die Familienplanung und Kinderwunsch, die Arbeitsverhältnisse der Partner und natürlich auch der Familienstand. Man sollte sich überlegen, ob in den nächsten Jahren weiter große Finanzierungen geplant sind und wie sich diese auf die finanzielle Lage auswirken. Ebenfalls ist es wichtig die dauerhaften Ausgaben festzustellen, um diese mit in die Planung einfließen lassen zu können. Dazu gehören Fixkosten, wie Versicherungen und Nebenkosten, aber auch Urlaube, Autokauf oder Rückstellungen für eine finanzielle Sicherheit.

Der nächste wichtige Punkt ist die Rückzahlungsdauer, denn man sollte sich darüber Gedanken machen, wie lange man eine Rückzahlung leisten möchte und somit auch wie lange man sich verschulden möchte. Es wird empfohlen, die Finanzierung so zu planen, dass die Schuldner bis zum 60. Lebensjahr schuldenfrei sind. Jedoch hängt dies auch davon ab, wie hoch die Tilgungsrate sein kann. Je kürzer die Rückzahlungsdauer, desto höher die Tilgung, jedoch gibt es für kürzere Kreditlaufzeiten auch etwas günstigere Zinsen. Als Faustformel sagt man bei einer Tilgungsrate von zwei Prozent beträgt die Rückzahlungsdauer in etwa dreißig Jahre.

Sind diese Fragen erst einmal geklärt, geht es ans Zusammenstellen der Unterlagen für die Banken, denn diese benötigen viele verschiedene Unterlagen um überhaupt erst ein Angebot beantragen zu können. Zu solchen Unterlagen zählen monatliche Einnahmen, die durch den Einkommensteuerbescheid nachgewiesen werden, zudem eine Aufstellung der regelmäßigen Ausgaben und des aktuellen Vermögens. Auch sollten sie bei diesem Schritt bereits ein Kaufobjekt und im besten Fall Kostenvoranschläge haben, denn je genauer und umfassender die Unterlagen sind, die sie vorlegen, desto schneller und besser kann die Bank ein Angebot erstellen. Vergleichen Sie viele verschiedene Angebote, von mehreren Kreditinstituten da es viele Unterschiede geben kann und sie somit das beste Angebot für ihr Projekt finden können.

Schritt 3: Die Haussuche – Anzeigen, Makler & die große Auswahl

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten die Haussuche anzugehen. Natürlich hat ein Makler viele Vorteile, denn er begleitet sie von Anfang bis Ende auf ihrer Suche, kennt Insider Tipps und kann ihnen bei der Entscheidung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn sie aber lieber auf eigene Faust die Suche angehen möchten, gibt es viele Online Portale, wie ‘Immonet’ oder ‘Immobilienscout24’ auf denen sie sich eine große Exposé Auswahl ansehen können. Lassen Sie auch ihre Freunde und bekannte wissen, dass sie ein Haus suchen, denn viel kann hier auch über Kontakte laufen. Bei Besichtigungen sollten sie das ein oder andere beachten, um möglichst viele Informationen über die Immobilie zu sammeln. Zuerst einmal sollten sie Besichtigungstermine nur bei Tageslicht machen, so sehen sie Mängel und Fehler viel besser als bei künstlichem Licht. Schauen Sie sich die Umgebung genau an und achten sie auf möglichen Lärm, Gerüche und die Parkplatzsituation. Auch die Infrastruktur rund um das Objekt sollte genau erforscht werden, um zu vergleichen, ob es zu ihren Anforderungen passt. Auch ein Gespräch mit den Nachbarn kann hilfreiche Informationen zutage bringen.

An dem Objekt selbst, sollten sie auf den Zustand der Fassade, des Daches und des Dachbodens sowie den Kellerräumen und Fenstern achten. Wasserflecken an Wand und Decke, veraltete Fenster mit geringer Dämmung oder ein undichtes Dach können bei diesen Beobachtungen entdeckt werden. Machen Sie Bilder und von dem Objekt und eventuell fehlerhaften Stellen. Natürlich erfahren sie durch das Exposé schon eine Menge über das Objekt, jedoch werden hier nicht alle Fragen beantwortet. Erstellen Sie sich also einen Fragenkatalog, damit sie so viel wie möglich über das Objekt in Erfahrung bringen können während der Besichtigung. Mögliche Fragen könnten zum Beispiel folgende sein:

  • Müssen Renovierungen oder Sanierungen durchgeführt werden?
  • Wie ist das Dach und die Fenster beschaffen?
  • Welche Heizung befindet sich in dem Objekt, wie alt ist diese und welche Dämmung hat das Haus? Nützlich hierbei ist immer der Energieausweis, fragen sie also auch explizit nach diesem.
  • Der Grundriss mit Einzeichnung von tragenden Wänden um einen möglichen Umbau planen zu können.
  • Die Betriebskostenabrechnung
  • Prüfen sie den Lichteinfall und die Himmelsrichtungen zum Beispiel um herauszufinden, wann die Sonne in den Garten scheint.
  • Fragen sie nach dem Grund des Verkaufs und der Dauer des Leerstandes
  • Verbleiben einbauten, wie Küche, Schränke, etc. im Haus und müssen diese übernommen werden?
  • Besuchen Sie verschiedene Objekte um sich eine Auswahl zu schaffen und verschiedene Angebote einsehen zu können. Bei Unsicherheiten, wie Feuchten Wänden etc. ziehen sie lieber einen Experten zurate, und lassen sie ihn das ganze beurteilen.

Die besten 10 Tipps zum Immobilienkauf finden Sie bei unserem Guide rund um das Thema Immobilien und Kauf.

Rechtliche Grundlagen – diese Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Um ein Haus zu kaufen, müssen auch rechtliche Wege beachtet werden und viele Normen eingehalten werden. Um dies korrekt durchzuführen und den Hausverkauf auch rechten zu machen muss einiges befolgt werden.

Schritt für Schritt – Der Kaufvertrag, die Eintragung in das Grundbuch und die Bezahlung

Der Kaufvertrag erfüllt die Norm, die laut § 311b BGB eine notarielle Beurkundung vorliegen muss, wenn das Eigentum an einem Grundstück oder Grundstücksgleichen Rechten übertragen wird. Der Eigentumsübergang wird aber nicht nach Unterzeichnung und notarieller Beurkundung geltend, sondern erst nach Eintragung im Grundbuch.

Zuerst erstellte ein Notar einen Entwurf für einen Kaufvertrag, der beiden Seiten gerecht werden soll. Dieser steht einige Zeit vor Unterzeichnung fest, damit beide Parteien dieses Prüfen können. Bei des Beurkundungstermins liest der Notar den Vertrag nochmals vor und beide Parteien können Fragen stellen. Der Notar informiert darüber hinaus über die Konsequenzen des Hausverkaufs und erklärt die weiteren Schritte der Eigentumsübertragung.

Bis zur Eintragung ins Grundbuch wird der Anspruch des Käufers auf das Eigentum durch die Eintragung einer sogenannten Auflassungsvormerkung im Grundbuch gesichert. Dieser gewährleistet, dass die Eigentumsübertragung der Immobilie sicher abgewickelt werden kann. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch wird erst dann vom Notar veranlasst, wenn der Kaufpreis komplett überwiesen wurde. Ebenfalls muss das Finanzamt mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer gezahlt hat. Ab welchem Zeitpunkt die Immobilie an den Käufer übergeht also der „wirtschaftlichen Übergang“ erfolgt, wird ebenfalls im Notarvertrag festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt trägt der Käufer alle Kosten und haftet für das Objekt. Endgültiger Eigentümer ist er aber erst, wenn die Eigentumsübertragung vollständig abgeschlossen ist und sein Name im Grundbuch steht.

Hauskauf, Hausbau oder doch Mietwohnung? Was eignet sich für Sie am besten?

Ein Haus kaufen oder doch lieber eine Wohnung mieten. Die Entscheidung stellt sich uns in ganz unterschiedlichen Lebensumständen und für jede gibt es eine andere Antwort auf diese Frage. Es gibt für beide Optionen Vor- und Nachteile, jedoch überwiegt meistens eine Seite.

Haus kaufen – die Vor- und Nachteile bei der Immobiliensuche

Ein Hauskauf, kann viele Vorteile bieten. Durch den Kauf eines Hauses, lebt man in seinen eigenen vier Wänden, man ist der Herr im Haus und kann es ganz nach seinen eigenen Wünschen gestalten. Zudem hat man keine monatliche Miete, die man zahlen muss und solange der Kredit abbezahlt ist stehen nur noch monatliche Nebenkosten an. Ein Haus bietet zudem viel Platz und je nach Lebenssituation viel Raum für Familienplanung und Hobbys. Zudem können im eigenen Haus jederzeit Veränderungen vorgenommen werden, wenn man dies möchte und muss diese nicht vorher mit einem Vermieter abklären. Weitere Vorteile ist die Absicherung fürs Alter, denn auch wenn die Rente nicht so groß sein sollte, kann man in seinem Zuhause weiterhin leben und muss nicht in kleinere oder günstigere Gegebenheiten umziehen. Ein Haus ist ebenfalls ein Teil des Erbes für die nächste Generation und stellt eine Wertanlage dar, denn ausgegebene Mietbeträge sind verloren und können den Kindern und Enkelkindern nicht weitergegeben werden.

Zu den Nachteilen des Hauskaufs zählen zum Beispiel die meist damit einhergehende Verschuldung und Aufnahme eines Kredites. Ebenfalls ist man ab dem Moment des Kaufes für das Objekt verantwortlich und muss Reparaturen, Veränderungen usw. selbst vornehmen lassen. Zudem haben sie viel Fläche und Raum, der ebenfalls instand gehalten werden muss und somit beispielsweise Arbeiten im Garten oder Putzen des Hauses anfallen und Zeit verzehren. Zudem sind sie mit einem Haus an einen Standort gebunden und können nicht einfach mal so in eine andere Stadt ziehen oder für eine Zeit im Ausland leben, da sie mit dem Kauf eine Verpflichtung eingehen.

Wohnung Mieten – die Vor- und Nachteile bei einem Mietverhältnis

Eine Wohnung zu Mietet bietet ebenfalls viele Vor- aber auch Nachteile. Zuerst einmal hat man weniger Verantwortung, da bei Schäden und Unfällen der Vermieter den entstandenen Schaden beheben muss. Zudem ist man sehr flexibel, da ein Mietverhältnis relativ einfach gelöst werden kann. Es ist also einfacher in eine andere Stadt zu ziehen oder sich in der Wohnfläche zu vergrößern. Jedoch muss man natürlich monatliche Beträge zahlen, die in diesem Sinne verloren gehen. Man ist also finanziell an bestimmte monatliche Ausgaben gebunden. Auch kann man in Mietwohnungen nicht so leicht Schönheitsreparaturen vornehmen, denn diese müssen immer erst mit dem Vermieter besprochen werden.

Ein Haus Bauen – die Vor- und Nachteile für das Bauprojekt

Ein Haus zu Bauen ist eine große Entscheidung, die viele Vor- und Nachteile bieten kann. Beim Bauen hat man natürlich den großen Vorteil ein maßgeschneidertes Haus auf sich selbst zugeschnitten zu bekommen. Alle Entscheidungen können selbst getroffen werden, von der Quadratmeterzahl bis hin zu der Zimmeranzahl und der Raumaufteilung. Mit einem Hausbau geht aber auch ein großes finanzielles Risiko einher. Denn man hat keinen Festen Preis und das Budget wird am Ende oft überschritten. Zudem kann bei einem Hausbau viel schiefgehen, was ebenfalls ein finanzielles Risiko darstellt. Ein Vorteil ist jedoch, dass man freie Wahl hat, sowohl was das Grundstück angeht als auch den Ort, an dem das Grundstück liegt. Hier kann man ebenfalls individuell das gesamte Grundstück inklusive Garten gestalten. Zudem hat ein Hausbau den Vorteil, dass die neueste Technik eingebaut werden kann und somit eine sehr gute Energieeffizienz besteht, was Nebenkosten wieder senken kann.

Ob eine Mietwohnung, ein Hauskauf oder doch ein Hausbau sich besser eignet, ist auf die individuelle Lebenssituation abzustimmen. Alle Optionen haben Vor- und Nachteile und können gute Lösungen darstellen.

Inneneinrichtung – die neuesten Trends im Hausdesign

Ist das Haus erstmal gefunden und gekauft, geht es an die Individualisierung und Renovierung. Doch was sind die neuesten Trends und wie bekommt die Inneneinrichtung eine ganz persönliche Note?

Wohntrends – Naturbelassen, Hygge und das Wohlfühlgefühl

Die Wohntrends gehen immer weiter in eine Richtung, und zwar zum Trend Heimatliebe, wohlfühlen und vor allem die Rückkehr in die Natur. Dies äußert sich in vielen naturbelassenen Materialien, Stoffen, und Formen. Das Thema Hygge ist in diesem Zusammenhang ein bedeutender Faktor. Das Wort Hygge kommt ursprünglich aus dem Dänischen und bedeutet übersetzt soviel, wie gemütlich, angenehm, behaglich oder intim. In diesem Zusammenhang hat sich der Trend weiterentwickelt und die gemütliche Atmosphäre und das Wohlfühlen im eigenen Heim steht im Vordergrund. Dies wird besonders durch Naturmaterialien, wie beispielsweise Holz oder Stein erreicht. Dazu werden dezente Farben, wie helles Grau, beige Töne und weiß kombiniert, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Auch Pflanzen und nicht zu knallige Grüntöne finden sich im Konzept wieder und verweisen erneut auf die Natur. In seinem geschaffenen Heim soll man Ruhe und Entspannung finden und somit dem stressigen Alltag entkommen können.

Wohn Trend Lagom – gemütlich, bedacht aber nicht zu voll

Dieser Wohntrend ist erneut auf den Norden zurückzuführen. Hier geht es darum, die goldene Mitte zu finden. Wörtlich übersetzt heißt es so viel, wie ‘genau richtig’ oder ‘nicht zu viel und nicht zu wenig’. Dies ist allerdings nicht nur auf Wohnen und Einrichten bezogen, sondern auf die Balance aller Dinge. Genauer, um das nachhaltige Leben, das uns mit Zufriedenheit belohnt. Auch Lagom setzt, wie Hygge auf Naturmaterialien, wie Holz und wollen, vermeidet aber den zu voll gestellten Look. Es sollen bedacht in Lieblingsteile investiert werden, an denen man sich lange nicht satt sehen kann. Immer Bedacht auf Nachhaltigkeit und Blick auf unsere Umwelt.