Kapitalanlage: Geld anlegen in Immobilien & Co. – Definition, Vergleich und Anlage Tipps

Kapitalanlage: Geld anlegen in Immobilien und Aktien – Hier finden alles, was Sie wissen müssen um mit Immobilien Geld zu verdienen. Definition, Vergleich und Anlage Tipps, wir haben die wichtigsten Faktoren für Sie zusammengestellt. Tipp! Am Ende des Artikels zu Kapitalanlagen im Vergleich finden Sie noch weiterführende Links wie: „Immobilienkauf Ratgeber für Haus & Eigentumswohnung“ und „Neubauprojekte: Privat, Ablauf, Kosten“. Viel Erfolg bei der Anlage. Bei Fragen zum Thema Kaptialanlage und Vermögensverwaltung, nehmen Sie Kontakt zu unserem Experten auf.

Welche Anlage passt zu mir? Definition und Bedeutung

Ob geerbt, im Lotto gewonnen oder einfach ganz normal verdient: Es gibt zunehmend Menschen, die über Geld verfügen, das sie einfach „übrig“ haben. Wenn es sich dabei sogar um größere Beträge handelt, stellt sich die Frage: Was kann ich mit diesem Kapital sinnvolles anstellen, so daß es ohne eigens Dazutun mehr wird? Am deutschen und internationalen Markt gibt es für Kapitalanlagen eine echte Fülle von Möglichkeiten. Nur: welche der Anlagen passt zu mir und meinen Wünschen? Einen „richtigen“ Weg durch den Dschungel der Kapitalanlagen gibt es nicht.

Leitfaden durch den Kapitalanlage-Dschungel

Tagesgeld, Sparbuch, Crowd-Investing oder Goldbarren – wer die Angebotsseiten von Banken und anderen Kapitalanlage-Vermittlern aufschlägt, verliert schnell den Überblick. Oft stellt sich schon beim Lesen der ersten Sätze heraus, dass die meisten Berater lediglich das eigene Produktangebot im Blick haben. Einen Leitfaden durch den Kapitalanlagedschungel zu legen, ist daher eine echte Herausforderung. Den „richtigen“ Faden für Sie persönlich werden Sie ganz sicher finden, wenn Sie sich zunächst einmal selbst über Ihre Anlageziele klar geworden sind.

Gibt es die „beste Geldanlage der Welt“?

Es ist kein Zeichen von Unwissenheit oder Größenwahn, wenn man nach der besten Geldanlage der Welt fragt! Allerdings hängt die Antwort davon ab, wen man fragt und vor allem, was der Kapitalanleger selbst wünscht. Eine Objektivität im strengen Sinne darf der seriös orientierte Kapitalanleger nicht erwarten. Wichtig ist daher in erster Linie die eigene Überlegung, welche Ziele ich mit der Kapitalanlage verbinde.

Fünf Fragen für seriöse Kapitalanleger

  1. Wieviel Kapital habe ich zur Verfügung?
  2. Wie lange kann ich auf mein Kapital verzichten?
  3. Wieviel Zeit habe ich, um mich um meine Kapitalanlage zu kümmern?
  4. Welches Risiko bin ich bereit einzugehen?
  5. Wieviel Erfahrung habe ich mit Kapitalanlagen?

Die Antworten auf diese Fragen ergeben letztlich Ihren persönlichen Anlagetyp. Was nach „Schubladendenken“ klingt, ist seit einigen Jahren im Anlagegeschäft eine juristisch wirksame Grundlage für eine seriöse Anlageberatung. Vor allem soll sich durch diese Fragen der Kapitalanleger selbst sicher werden, ob das angebotene Produkt zu seinen Wünschen passt. Damit ist man vor unangenehmen Überraschungen besser geschützt. Denn schließlich geht es ja um Geld und damit um einen wesentlichen Teil der eigenen Existenz. Denn bei weitem nicht jeder Kapitalanleger ist Mehrfachmillionär und kann die möglichen Verluste, die übrigens auch die vermeindlich beste Kapitalanlage der Welt mit sich bringt, verschmerzen.

Kapitalanlagen ohne Risiko wollen alle!

Nach offiziellen Schätzungen schlummern aktuell rund 150 Milliarden Euro als Bargeld in deutschen Haushalten. Das Gesamtvermögen in deutschen Haushalten liegt im Bereich mehrerer Billionen Euro. Die Gründe dafür sind vielfältig. Im wesentlichen wird hinter dieser „Bunker-Methode“ die Angst vor einem Verlust des Geldes stehen, wenn man es nicht – oft sogar buchstäblich – unter dem Kopfkissen hat. Vielleicht steckt aber auch eine gehörige Protion Orientierungslosigkeit angesichts der vielen und unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten dahinter. Getreu dem Liedtext von Nina Hagen „ich kann mich garnicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier“!

Nicht nur Anfänger im Kapitalanlagegeschäft träumen von DER Analge ohne Risiko mit maximalen Renditen – also den Gewinnen, die das eigene Geld durch die Anlageform erwirtschaftet. Doch darauf sei bereit an dieser Stelle hingewiesen: Eine Kapitalanlage ohne Risiko gibt es nicht! Denn selbst das klassische Sparbuch oder sogar die „Kopfkissen-Methode“ haben die Unsicherheit der schleichenden Geldentwertung – Inflation genannt – in sich. Einfach formuliert: Wer heute 10.000 € unter dem Kopfkissen oder „auf der Bank“ (gemeint Sparbuch) hat, wird hinsichtlich des Wertes (oder Kaufkraft) dieses Betrags in zehn oder mehr Jahren weniger damit anfangen können. In Deutschland waren das in den vergangenen zehn Jahren immerhin zwischen 0,3% und 2,6% (Statista einklinken). Bei den derzeitigen Sparzinsen – etwa auch auf Tagesgeldanlagen – von 0,2% bis 0,5% ist der Wertverlust zwar geringer, aber immer noch vorhanden.

Ihr persönlicher Anlagetyp

Damit ist schon jetzt deutlich: Einfach nichts zu tun mit seinem Kapital – ganz egal wie groß es ist – kann nicht die Lösung sein. Dabei kann und soll es auch Spaß machen, sich mit seinem „persönlichen Anlage-Typ“ zu befassen. Auch abseits von Gesprächen mit Anlageberatern können Geldanleger eine erste Einschätzung ihres Anlage-Typs leisten. Damit fällt ja auch keine Entscheidung über Art und Inhalt der zukünftigen Geldanlage.

Grundsätzlich kann man sagen: je höher die eigene Risikobereitschaft und die Fähigkeit, sich intensiv mit seiner Anlage zu beschäftigen, desto größer sind die Rendite-Chancen. Aber Achtung: wo viel Licht ist auch viel Schatten! Denn Rendite-Chance ist zugleich auch Rendite-Risiko, sprich Verlust! Wie gut, dass es letztlich für jeden Anlage-Typ – gemeint ist der Mensch – oftmals sogar mehrere Angebote gibt.

Die Klassiker

Wer sich noch an den Weltspartag erinnert, hat auch noch im Kopf, daß selbst die kleinen seinerzeit eingezahlten Pfennige – heute Cent-Stücke – in Summe sogar Zinsen erwirtschaftet haben. Zwischen 4% und 5% Zinsen bekam der Sparer in den 70er- und 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Damit ging und geht es seit vielen Jahren bergab. Heute bringt das Sparbuch nur noch 0.02% Zinsen. Teilweise werden für Spareinalgen sogar Strafegebühren fällig. (Einklinken statista Zinsentwicklung in Deutschland). Dennoch sind die Klassiker unter den Sparformen der Deutschen nicht tot zu kriegen. Darum hier ein kleiner Überblick.

Sparbuch, Festgeld, Fonds & Co

  • Sparbuch: 100% Sicherheit; keine Gebühren, Verfügungsrahmen i.d.R. begrenzt; sehr geringe Verzinsung; Kündigung erforderlich; sehr geringe Rendite
  • Tagesgeld: 100% Sicherheit; keine Gebühren, Verfügungsrahmen unbegrenzt; Verzinsung gering (etwas besser als Sparbuch); kann jederzeit gekündigt werden ohne Frist; sehr geringe Rendite
  • Festgeldanlage: 100% sicher; keine Gebühren; keine Verfügbarkeit während der vereinbarten Laufzeit; dadurch höheren Zinssatz als bei Sparbuch oder Tagesgeld; Zinsatz während der gesamten Laufzeit fix; Vertrag läuft automatisch aus; sehr geringe Rendite
  • Sparbrief: s. Festgeldanlage
  • Kapitalauszahlungsplan: Sonderform einer (Renten-)versicherung; aus dem eingezahlten Einmalbetrag erhält der „Sparer“ monatliche Zahlungen; Mindestzinssatz garantiert (aber derzeit sehr niedrig); bei Verabredung des „Kapitalverzehrs“ wird solange ausgezahlt, bis das Kapital (einschließlich der Verzinsung) aufgebraucht ist, dadurch höhere Auszahlungen möglich; ohne „Kapitalverzehr“ sind die monatlichen Auszahlungen geringer, dafür wird lebenslänglich gezahlt; geringe Rendite; sehr geringes Risiko; sehr geringe Rendite
  • Fonds: Man kann sich einen Fonds am besten als einen „Topf“ vorstellen, in den viele Sparer Geld einlegen. Der Topf wird von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und anderen Wertpapieren anlegen. Es gibt unterschiedliche Arten von Fonds: Aktienfonds legen ihr Kapital überwiegend in Aktien an, Rentenfonds kaufen festverzinsliche Wertpapiere. Gemischte Fonds bestehen beispielsweise aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren.
  • Risiko je nach Fondtyp geringer (z.B. Rentenfond) oder höher (reiner Aktienfond); Gebühren für die Verwaltung des Fonds (Depotkosten) und bei jeder Einzahlung (Ausgabeaufschlag); teilweise weitere Gebühren; Fondeinlage (eingezahltes Kapital) i.d.R. jederzeit kündbar; Fondanteile unterliegen Kursschwanlungen, so daß es – gerade bei zu kurzer Anlagedauer im Fond zu Verlusten kommen kann; Renditechancen je nach Fondtyp recht hoch; kein eigener Verwaltungsaufwand nötig

Die Renner

Spätestens mit Ausgabe der sogenannten „T-Aktie“ der Telekom ist bei Sparern und Kapitalanlegern gleichermaßen angekommen, daß sich der Kauf von Anteilsscheinen an Unternehmen lohnen kann. Und spätestens seit der letzten Finanzkrise im Jahre 2008 setzen viele Anleger ihr Geld in Edelmetalle – vorzugsweise Gold – ein. Was spricht dafür? Was dagegen?

Aktien, Edelmetalle & Co.

Während Aktien in früheren Zeiten lediglich als spekulatives Vermögensinvestment betrachtet wurden, gelten sie heute als eine alternative Kapitalanlage. Insbesondere in den Zeiten niedriger Zinsen erfreuen sich Aktien einer wachsenden Beliebtheit. Anleger können durch eine Kapitalanlage in Aktien auf zwei verschiedene Arten Geld verdienen. Einerseits partizipieren Anleger am Unternehmensgewinn, indem das Unternehmen eine Dividende auszahlt, und andererseits können Anleger durch den Handel mit Aktien von Wertsteigerungen profitieren. Der letztgenannte Grund birgt allerdings auch Risiken, da es nicht ungewöhnlich ist, dass Aktien an Wert verlieren und somit auch zu einem niedrigeren Verkaufspreis führen können. Auch Totalverluste des Kapitals sind möglich!

Darum bedeutet eine Kapitalanlage in Aktien für den Anleger selbst einen teils erheblichen Arbeitsaufwand. Er muss die Kursentwicklung seiner Anlage stets im Blick haben, um bei „Abstürzen“ schnell reagieren zu können. Noch besser ist es, vor drohenden Kursrückgängen zu handeln und sein Vermögen in andere Aktien umzuschichten. Das erfordert schon eine Menge an Wissen über Kapitalmärkte und die inneren Zusammenhänge zwischen Unternehmen und ihren Märkten. Zudem entstehen auch hier Gebühren für das Aktiendepot uvm. Doch wie gesagt: es gibt zahlreiche Anleger, die ihr Vermögen über Aktien sehr deutlich vergrößert haben.

Gold und andere Edelmetalle

Eine Kapitalanlage in Gold oder andere Edelmetalle kann auf verschiedene Weise geschehen. Am gebräuchlichsten ist die „physische Anlage“ –  also der Kauf des Edelmetalls selbst etwa in Form von Barren oder Münzen. Bei sogenannten „Börsengehandelten Goldprodukten“ geht es letztlich um Wertpapiere, die auf den Goldpreis abheben. Und schließlich kann man auch Beteiligungen an Goldminen als Kapitalanlage wählen.

Wer sein Geld in Gold anlegt, trägt grundsätzlich das Risiko der Entwicklung des Goldkurses. Im Gegensatz zu einer Aktie entwickelt das Gold/Edelmetall seinen Wert nicht aus sich selbst heraus wie ein Unternehmen. Der Kurs beim Edelmetall hängt ausschließlich ab von Angebot und Nachfrage. Zudem exisitert bei Goldanlagen ein Währungsrisiko, da der Goldpreis in Dollar angegeben wird und bei Kauf und Verkauf auf das Kursverhältnis von Euro und Dollar zu achten ist. Unter reinen Renditegesichtspunkten sind Edelmetalle als Kapitalanlage nach Meinung vieler Experten eher ungeeignet. Auf lange Sicht betrachtet sind die Kursschwankungen bei Gold sogar viel höher als bei Aktien. Als Anlage taugt Gold vor allem für Anleger, die Angst vor einem Währungs-Crash haben, also Angst vor dem massiven und raschen Wertverlust des eigenen Geldes. In dieser Hinsicht ist es auch durchaus sinnvoll, bei der Immobilie als Kapitalanlage von „Betongold“ zu sprechen. Allerdings sind die Renditen bei ordentlichen Immobilienanlagen höher als bei Gold und mindestens genau so sicher.

Die Exoten: Grüne Geldanlagen, Hedgefonds und „seltene Erden“

Wem das alles zu konventionell ist, findet auf dem Kapitalanlagemarkt auch zahlreiche Möglichkeiten, die der klassische deutsche Sparer als „Expoten“ bezeichnen würde. Anlagen in alternative Energie-Formen sind da noch eine Variante, die sich mit etwas Finanz-Verstand nachvollziehen läßt. Was aber ist von hochspekulativen Fonds, oder Anlagen in Lebensmitteln zu halten? Selbst Rohstoffe wie seltene Erden werden als Kapitalanlagen angeboten und auch genutzt.

Grüne Geldanlagen

Sowohl als direkte Unternehmensbeteiligungen (Aktien) oder in Fonds-Form verfügbar; im Angebot sind Energieerzeuger, Lebensmittelproduzentenuvm.; im Fondmanagement wird häufig auch nach ethischen Kriterien entschieden (keine Rüstungsindustrie oder Zulieferer, nachhaltige Landwirschaftsprojekte, Waldwirtschaft usw.); Renditechancen und -risiken sowie Kosten vergleichbar mit klassischen Beteiligungen und Fonds

Hedgefonds

Anlageform für große Beträge (meist sechstellige Beträge oder mehr); geschlossener Fond (das Geld ist über einen längeren Zeitraum nicht verfügbar); Hedgefonds spekulieren i.d.R. auf die Negativentwicklung von Kurswerten; hoch riskante Anlageform für Anleger mit großem Vermögen; teilweise auch institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen)

Winebank

In real existierenden Weinkellern (meist in den Hauptstädten von Weinanbauregionen angesiedelt) lagern Weine besonders bekannter und guter Lagen von ausgesuchten Winzern; Anleger kaufen die Weine entweder selbst un dlagern sie in den Tresoren der winebank; de Rendite wird durch Verkauf realisiert; mittlerweile gibt es auch Fondbeteiligungen bei Weinen; Fondmanager ist Mitarbeiter der Winebank; Fonds sind für Wein-Anleger gedaccht, die sich nicht unbedingt selbst mit den „richtigen“ Weinen befassen wollen; Renditen durchaus im zweistelligen Bereich; Analgerisiko ist jedoch sehr hoch, da Wein als Lebensmittel Qualitätsschwankungen unterliegt und zudem im Wert extrem abhängig ist von der Nachfrage

Seltene Erden

Angelegt wird in Rohstoffe (Erden oder Metalle) für die Industrieproduktion meist von Elektronikprodukten; für Kleinanlage von wenigen 10.000 € weniger interessant; lange Kapitalbindugnsfrist; hoch riskant wegen teils heftiger Wertschwankungen; künstlich erzeugte Ersatzstoffe können diese natürlichen Rohstoffe überflüssig machen; dann droht Totalverlust des Kapitals

Fazit: Kapitalanlage – Was ist sinnvoll?

Je ungewöhnlicher die Anlageform desto besser sollte sich der Anleger im Markt auskennen. Zumal dann, wenn man auf sein Geld etwa hinsichtlich einer Altersversorgung angewiesen ist. Es mag sich dann zwar im Freundeskreis etwas „spießig“ anhören, wenn man nicht in Wein oder Indium (Rohstoff zur Herstellung von Flachbildschirmen) investiert. Doch dafür genießt man bei konventionellen Anlagen (mittlerweile sicher auch bei Grünen Geldanlagen) ein großes Maß an Stabilität und Sicherheit. Wer sein Geld in Immobilien anlegt, kann sich seine Wertanlage sogar ganz real ansehen und sie anderen Menschen zeigen.

Immobilien als Anlage werden immer beliebter

Der Begriff „Betongold“ für eine Immobilie als Kapitalanlage ist bereits weiter oben gefallen. Tatsächlich ist der Vergleich des Kaufs einer Wohnung oder eines Hauses zu Anlagezwecken mit dem beliebten Edelmetall nicht abwegig. Auch bei der Immobilie als Kapitalanlage geht es um Sicherheit und gute Rendite gleichermaßen. In den sprichwörtlichen Renditehimmel wachsen Immobilien sicher nicht, aber dafür gibt´s ein großes Maß an Sicherheit bei der Wertentwicklung und zudem sogar zwei Quellen, aus denen sich die Rendite für sein angelegtes Kapital speist.

Kapitalauszahlungsplan

Letzteres funktioniert immer dann, wenn der Anleger in der gekauften Immobilie nicht selbst wohnt. Denn dann gibt es neben der Wertssteigerung der Immobilie auch die monatlichen Mieteinnahmen. Wie bei einem Kapitalauszahlungsplan erhalten Käufer von Mietwohnungen oder -häusern auf diese Weise Monat für Monat Geld aus der Kapitalanlage. Die Rendite aus der Wertsteigerung als solcher läßt sich ja erst verwirklichen, wenn die Immobilie verkauft wird.

Nettojahreskaltmiete

Wie bei allen Geldanlagen gibt es auch im Immobiliengeschäft einiges zu beachten. Zunächst einmal gilt es, einen im Hinblick auf die zu erwartenden Mieteinnahmen angemessenen Kaufpreis zu bezahlen. Das 20fache der Nettojahreskaltmiete ist beim Kauf eine gute Richtgröße. Tatsächlich gibt es durch das aktuelle geringe Zinsniveau allerdings auch Angebote in attraktiven Regionen Deutschlands, wo der Kaufpreis das 25- bis 30-fache der Nettojahreskaltmiete beträgt.

Damit ist schon das zweite Ausrufezeichen gesetzt: bei Immobilien als Kapitalanlage spielt die Lage der Wohnung oder des Hauses eine zentrale Rolle. Gleichbleibend hohe oder gar steigende Mieteinnahmen erzielt man nur in begehrten Wohnlagen und Regionen. Neben Jobangeboten und Freizeitmöglichkeiten für seine Mieter spielen da auch Mikrolagen zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen usw. eine wichtige Rolle. Die beste Grundlage für eine hohe Mietrendite ist ein sehr niedriger Kaufpreis bei hohen Mieteinnahmen. Das ist jedoch bei der derzeitigen Marktlage eher selten anzutreffen.

Sicherheit der Kapitalanlage

Auch der Immobilientyp hat einen wichtigen Einfluss auf die Sicherheit der Kapitalanlage Immobilie! So erscheint es angesichts der Zunahme von Single-Haushalten zunächst einmal attraktiv, in Single-Wohnungen zu investieren. Etwa für Studenten oder Senioren. Bei dieser Wohnform ist jedoch mit einem höheren Mieterwechsel und damit höheren Zwischenkosten für Mietersuche usw. zu rechnen. Auch mit kurzfristigem Mietausfall ist zu kalkulieren.

Dennoch: Wer sein Kapital in einer Immobilie – Mehrfamilienhaus oder Wohnung – anlegt und das in einer guten bis sehr guten Lage braucht sich um sichere Wertentwicklungen und Renditen aus Mieten nicht zu sorgen. Realistisch liegen sie bei 5% und mehr.

5 Formen des Immobilieninvestments

Ganz klassisch ist der Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage. Daneben gibt es aber auch Immobilienanlagen, die wie Fonds oder Aktien funktionieren. Dann ist der Kapitalanleger nicht alleiniger Besitzer einer Immobilie, die er auch selbst betreten kann.

Immobilienaktien

Das Kapital wird in Immobilienunternehmen mittels Aktienkauf angelegt; aktuell sehr renditestark; aber auch hohe Einstiegspreise; weitere Wertentwicklung auf lange Sicht sehr ungewiss; hohes Kursschwankungsrisiko; Verwaltungsgebühren usw. Hier finden Sie alle aktuellen Tageskurse der Top 20 Immobilien Aktien.

Immobilienanleihen

Hier ist das angelgte Kapital durch einen Grundbucheintrag grundsätzlich abgesichert; das Kapital kann also durch Verkauf der Immobilie ganz oder wenigstens in Teilen zurückgehlt werden; meistens ist der Grundbucheintrag jedoch nicht erstrangig, so daß auch bei Verwertung der Immobilie ein vollständiger Kapitalverlust eintreten kann; nur für erfahrene Anleger; hohe Renditen möglich

Immobilienfonds

Das im Fond angelegte Kapital wird auf viele Immobilienanlagen verteilt; Risikostreuung bietet Sicherheit; dadurch entstehen Verwaltungskosten; Risiko von schlechten Immobilienwerten im Fond mindert Rendite; „geschlossene Immobilienfonds“ sehr risikoreich und nur für Langzeitanleger sinnvoll

Crowd-Investing

Seit einigen Jahren eine sehr beliebte Anlageform bei Immobilien; „Schwarmfinanzierung“ ist auch mit Kleinstbeträgen ab 10 € möglich;der Anleger kann sich die Immobilien für seine Anlage selbst aussuchen und ist damit sein eigener Fondmanager; Risiko des Totalausfalls ist bei breiter Streuung begrenzt; Risiko durch fehlendes Mitspracherecht bei der Entwicklung der Investitionsimmobilien; die angebotenen Projekte sind oft zweitklassig, da Banken diese nicht finanzieren wollten; bei Insolvenz werden die Crowd-Anleger zuletzt bedient und gehen meist leer aus

Immobilienkauf

Der reale Besitz einer Immobilie gilt als sicherste Form der Kapitalanlage im Bereich Immobilien; stabile und sichere Wertentwicklung bei Beachtung von Kaufpreis- und Lagekriterien; zusätzlicher Kapitalbedarf bei gutem Immobilienzustand nicht erforderlich; eigener Zeitbedarf zur Betreuung der Kapitalanlage vorhanden aber eher gering; doppelte Renditenzahlungen aus Mietrendite und Veräußerungsrendite; Gewinn aus Verkauf der Immobilie ab zehn Jahren nach Kauf steuerfrei

Fazit: Die „beste Geldanlage der Welt“?

Die „beste Geldanlage der Welt“ ist also diejenige, die am besten zu Ihnen als Anlagetyp passt. Wer auf Sicherheit und Rendite gleichermaßen aus ist, dabei über einen „langen Atem“ verfügt, sollte also ruhig über den Kauf einer Immobilie nachdenken. Auf dem Markt ist da für jeden „Geldbeutel“ etwas passendes zu haben. Wie bei allen Anlagewünschen sollte man darauf auchten, das Risiko möglichst breitflächig zu verteilen. Warum also nicht zunächst nur eine ordentliche Wohnung kaufen und vermieten, das Restkapital dann aber in eine andere – vielleicht kurzfristige oder auch spekulativere – Anlage stecken? In jedem Fall aber sollte man sich gut beraten lassen und über Chancen und Risiken nach bestem Vermögen Bescheid wissen.

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