Der große Guide zum Bausparen – der Bausparvertrag, die Kosten und alle wichtigen Fakten

Die Entscheidung zum Bausparen ist eine langfristige und gut durchdachte Überlegung. Neben dem Vergleich von verschiedenen Tarifen und Bausparkassen sollten noch weitere Dinge beachtet werden. Ein Bausparvertrag zielt meist auf eine geringere Summe hinaus und ist nur ergänzend zur eigentlichen Immobilienfinanzierung gedacht. Was Sie alles zum Thema Bausparen wissen müssen, erfahren Sie jetzt in unserem großen Guide zum Thema Bausparen!

Der Bausparvertrag – verschiedene Varianten, die Förderung und der Nutzen

Bausparverträge sind in Deutschland eines der beliebtesten und weit verbreitetsten Finanzprodukte. Rechnerisch gibt es Anfang 2019 rund 27 Millionen solcher Verträge bei der Bundesbank, was drei Viertel der deutschen Haushalte ausmacht. Jedoch heißt dies nicht, dass ein Bausparvertrag für jeden die beste Lösung ist. Zudem gibt es sehr große Unterschiede zwischen Tarifen verschiedener Bausparkassen. Genaue Informationen und der Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten hilft also dabei die richtige Entscheidung treffen zu können.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit einer Immobilienfinanzierung und wird in zwei Phasen unterteilt, die Spar- und die Tilgungsphase
  • Das Bausparen ist als eine langfristig, ergänzende Finanzierung zusätzlich zu einer Immobilienfinanzierung gedacht
  • Das Thema Bausparen beinhaltet einige Fachbegriffe, die verstanden werden müssen, um sich ein ausreichendes Fachwissen anzueignen. Einige dieser Begriffe sind, Bausparkollektiv, Regelsparbeitrag oder auch Bausparsumme
  • Beim Bausparen gibt es verschiedene Varianten, die sich für unterschiedliche Szenarien eigenen. Hierzu zählen die Bausparsofortfinanzierung, der Sparvertrag und die Versicherung gegen steigenden Bauzins
  • Die Tarife von verschiedene Bausparkassen unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Vergleichen verschiedener Angebote lohnt sich also durchaus
  • Welcher Bausparvertrag der richtige ist, muss Anhang verschiedener Kennzahlen und der individuellen persönlichen Situation bestimmt werden
  • Ein Bausparvertrag wird meist nur über einen relativ kleinen Betrag abgeschlossen und wirkt daher nur ergänzend zur eigentlichen Immobilienfinanzierung
  • Die Immobilienfinanzierung wird meist ergänzend bei einer Bank und nicht bei einer Bausparkasse abgeschlossen
  • Das Geld bei Bausparkassen ist gesetzlich bis zu einem Betrag von 100.000 Euro versichert. Als zusätzliche Sicherheit kann die Bonität der Bausparkassen vorab geprüft werden

Was ist das und wie funktioniert das? – die wichtigsten Basics zum Thema Bausparen

Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit einer Immobilienfinanzierung und wird daher in die Spar- bzw. Ansparphase und die Tilgungs- bzw. Darlehensphase unterteilt. Zuerst wird eine Bausparsumme festgelegt und der Prozentsatz der Mindestansparsumme. In der ersten Phase spart der Verbraucher eine gewisse Summe an, die meiste 30-50% des Volumens des Bausparvertrages entspricht. Ist diese Summe angespart, ist der Vertrag zuteilungsreif und das Darlehen kann abgerufen werden. Bausparer erhalten also erst das Darlehen, wenn die Mindestansparsumme erreicht ist. Das Darlehen wird dann, zusammen mit dem bis dahin angesparten Geld ausgezahlt. Das Darlehen darf jedoch nur für sogenannte wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt werden und nicht beispielsweise zum Kauf eines Autos.

Ist das Darlehen ausgezahlt, beginnt die zweite Phase, die Darlehensphase. Ist das Darlehen erst einmal ausgezahlt, wird der Kredit in monatlichen Raten an die Bausparkasse zurückgezahlt. An einem Beispiel erklärt: Eine vereinbarte Bausparsumme liegt bei 60.000 Euro und die Mindestansparsumme bei 50 Prozent. Das Darlehen in Höhe von 30.000 Euro wird also dann ausgezahlt, wenn 30.000 Euro in der Ansparphase gespart wurden. Legt der Sparer also monatlich ca. 300 Euro zurück, kann die Zuteilungsreife in weniger als neun Jahren erreicht werden.

  • Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparplan mit einer Immobilienfinanzierung
  • Das Bausparen wird in zwei Phasen unterteilt, die Spar- und die Tilgungsphase
  • Das Bausparen ist als eine langfristig, ergänzende Finanzierung zusätzlich zu einer Immobilienfinanzierung gedacht

Die wichtigsten Kennzahlen – Bausparkollektiv, Regelsparbeitrag und vieles mehr

Das Thema Bausparen ist sehr komplex und beinhaltet daher viele Begriffe, die Unklarheiten aufwerfen können. Damit für Sie keine Fragen offen bleiben, erklären wir die wichtigsten Begriffe beim Thema Bausparen!

  • Die Bausparsumme

    Die Bausparsumme ist die wichtigste Kennzahl in einem Bausparvertrag. Sie gibt die Höhe der abgeschlossenen Summe an, also sowohl der gesparte Betrag als auch das später aufgenommene Darlehen. Bei der Finanzierung einer Immobilie kann also die Höhe der Bausparsumme mit eingerechnet werden.

  • Die Bewertungszahl

    Die Bewertungszahl definiert, wann das Darlehen an Sie zugeteilt werden kann. Die Bewertungszahl wächst im Laufe der Ansparphase immer weiter an. Überschreitet die Bewertungszahl die von der Bausparkasse festgelegte Zielbewertungszahl, so kann das Darlehen in Anspruch genommen werden. Die Bewertungszahl ist umso höher, je mehr Geld eingezahlt wurde, je niedriger die Höhe und je kürzer die Laufzeit des Darlehens ist.

  • Das Bausparkollektiv

    Das Bausparen beruht auf dem Kollektivgedanken, dass sich Bausparwillige zu einer Bauspargemeinschaft zusammenfügen. Diese besteht aus Einzahlern, die Guthaben in Verträge spart und aus Darlehensnehmer, die dieses Guthaben als Darlehen in Anspruch nehmen. Jedoch kann hier folgendes Problem auftreten: Gibt es zu wenig Sparer, so können nicht alle Darlehensnehmer auf die entsprechenden Kredite zugreifen.

  • Das Mindestsparguthaben

    Um das Darlehen in Anspruch nehmen zu können, muss vorab eine bestimmte Summe angespart werden. Diese Summe nennt sich das Mindestsparguthaben und liegt meist zwischen 30 und 50 % des Volumens des Bausparvertrages.

  • Der Regelsparbeitrag

    In jedem Bausparvertrag ist ein sogenannter Regelsparbeitrag festgelegt, der sich meist auf 4-5% der Bausparsumme beläuft und von der Höhe der Bausparsumme abhängig ist. Der Bausparer erreicht somit nach circa sechs bis sieben Jahren das zur Zuteilung erforderliche Mindestsparguthaben. Monatliche Sonderzahlungen müssen hierbei jedoch von der Bank abgesegnet werden, sind jedoch grundsätzlich möglich.

Die Begriffe tauchen beim Thema Bausparen immer wieder auf und müssen zuerst verstanden werden, bevor das Thema intensiv angegangen werden kann. Die Begriffe sind daher alle sehr wichtig um sich ein intensives Fachwissen über das Thema anzueignen.

  • Das Thema Bausparen beinhaltet einige Fachbegriffe, die verstanden werden müssen, um sich ein ausreichendes Fachwissen anzueignen
  • Einige dieser Begriffe sind, Bausparkollektiv, Regelsparbeitrag oder auch Bausparsumme

Die Varianten – Bausparsofortfinanzierung und Sparvertrag

Neben dem normalen Bausparvertrag gibt es noch weitere Varianten des Bausparens. Die Versicherung gegen steigenden Bauzins lohnt sich beispielsweise, wenn der spätere Immobilienerwerb fest eingeplant ist oder aber die Bauzinsen deutlich ansteigen.

Bei einem Baukredit kann es zudem sinnvoll sein, den Zinssatz bis zur letzten festgelegten Rate zu kennen. Die dazugehörige Variante ist die Bausparsofortfinanzierung oder auch Kombidarlehen genannt. Hier wird der Bausparvertrag mit einem weiteren Darlehen kombiniert. Die Variante bietet sich besonders dann an, wenn der Gesamteffektivzins niedriger ist als ein vergleichbares Annuitätendarlehen oder der Kreditnehmer sofort finanzieren möchte.

Die letzte Variante ist der Sparvertrag, der den Bausparvertrag als reines Sparprodukt beschreibt. Hier locken die Verträge mit einem Zinsbonus, wenn der Kunde auf die Auszahlung des Darlehens verzichtet. Diese Variante lohnt sich, wenn hohe Zinsen geboten werden, das Geld nicht benötigt wird oder die Sparraten genau eingehalten werden können.

  • Beim Bausparen gibt es verschiedene Varianten, die sich für unterschiedliche Szenarien eigenen
  • Hierzu zählen die Bausparsofortfinanzierung, der Sparvertrag und die Versicherung gegen steigenden Bauzins

Den passenden Vertrag finden – die unterschiedlichen Angebote der Bausparkassen

Verschiedene Bausparkassen haben zum Teil deutlich unterschiedliche Tarife. Ein Vergleich auf der Suche nach dem besten Bausparvertrag ist also durchaus ratsam. Beim Vergleich müssen verschiedene Kennzahlen beachtet werde, wie beispielsweise der Darlehenszins. Aber auch weitere Faktoren sind wichtig, wie die Verzinsung des Guthabens und weitere wichtige Eckpunkte des Vertrages.

Der Vergleich gestaltet sich jedoch in jedem Falle nicht einfach, da unterschiedliche Zinsen mit verschiedenen Spar- und Tilgungszeiträumen kombiniert werden. Diese Eckdaten müssen dann mit den Wünschen und der individuellen Situation der Sparer abgestimmt werden. So kann es gut sein, dass ein Angebot mit einem deutlich höheren Darlehenszins die bessere Wahl ist, da die Zeit bis zur Zuteilung kürzer ist als bei den anderen Varianten. Tipp: Holen Sie für eine Bausparsumme verschiedene Angebote unterschiedlicher Anbieter ein und vergleichen sie auf die genannten Kennzahlen hin. Alle wichtigen Kennzahlen im Überblick:

  • Der Darlehenszins
  • Die Verzinsung des Guthabens
  • Der Spar- und Tilgungszeitraum
  • Die individuellen Wünsche des Anlegers
  • Die Kosten der Bausparkasse für einen Vertragsabschluss
  • Die Flexibilität (Sonderzahlungen, Verlängerungen, ..)
  • Kündigungsfristen
  • Die Höhe der Summe
  • Der Prozentsatz des Mindestsparguthabens

All diese Kennzahlen sollten Sie bei der Wahl des richtigen Vertragspartners beachten und die verschiedenen Tarife daraufhin intensiv vergleichen um den passenden für Ihre individuellen Vorstellungen und Wünsche zu finden.

  • Die Tarife von verschiedene Bausparkassen unterscheiden sich deutlich voneinander
  • Das Vergleichen verschiedener Angebote lohnt sich also durchaus!

Bausparen und Immobilienfinanzierung – ein Bankdarlehen als Zusatzfinanzierung

Die Summen des Bausparens gehen meist nicht über den Betrag von 50.000 Euro hinaus. Für die letztendliche Finanzierung einer Immobilie reicht dieser Betrag jedoch nicht aus. Ist also der Entschluss zum Kauf oder Bau einer Immobilie gefallen, muss die weitere Finanzierung überdacht werden. Diese ist sowohl bei einer Bank als auch bei Bausparkassen möglich. Ein Kredit bei einer Bank ist hierbei jedoch häufig einfacher und vorteilhafter, als die komplizierten Modelle der Bausparkassen. Besonders bei größeren Kreditsummen sind Banken häufig die besseren Ansprechpartner. Bei Banken ist eine kurzfristige Finanzierung möglich bei der ergänzend der Bausparvertrag verwendet werden kann.

Erfahren Sie mehr zur Finanzierung von Immobilien bei Banken: Tipps zum Baugeld!

  • Ein Bausparvertrag wird meist nur über einen relativ kleinen Betrag abgeschlossen und wirkt daher nur ergänzend zur eigentlichen Immobilienfinanzierung
  • Die Immobilienfinanzierung wird meist ergänzend bei einer Bank und nicht bei einer Bausparkasse abgeschlossen

Die Sicherheit – so sicher ist Ihr Geld bei den Banken

Im Allgemeinen sind Einlagen bei Bausparkassen ähnlich sicher, wie Sparkonten bei Banken für Tages- und Festgeld. Das Guthaben ist gesetzlich bis zu einem Wert von 100.000 Euro abgesichert. Als zusätzlichen Schutz, empfehlen wir die Bonität der Bausparkassen zu überprüfen, mithilfe der Bewertung von den großen Agenturen Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s. Diese Agenturen stellen Ratings für Banken und Bausparkassen auf und bewerten die Bonität von diesen. Für Tages und Festgeldkonten sollten nur Banken in Erwägung gezogen werden, die mindestens eine Bewertung von „BBB“ (Standard & Poor‘s und Fitch) oder „Baa“ (Moody’s) haben. Für Bausparkassen reicht die Bewertung einer dieser Argenturen, da die Ratings von Bausparkassen weniger verbreitet sind, als die von Banken. Zudem haben Bausparkassen immer die Möglichkeit, drohende Risiken auf das Kollektiv abzuwälzen. Erfüllt Ihre Bank oder Bausparkasse die Kriterien, können Sie sich über die Sicherheit Ihres Geldes gewiss sein.

  • Das Geld bei Bausparkassen ist gesetzlich bis zu einem Betrag von 100.000 Euro versichert
  • Als zusätzliche Sicherheit kann die Bonität der Bausparkassen vorab geprüft werden

Der Abschluss – Fördermöglichkeiten, Kosten und Vor- und Nachteile

Das Bausparen bietet jedoch noch mehr als den Bausparvertrag und die Rahmenbedingungen. Bausparverträge werden beispielsweise intensiv vom Staat gefördert. Zudem entstehen Kosten beim Abschluss eines Bausparvertrages, die von Bank zu Bank variieren. Bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, müssen also noch weitere Kennzahlen beachtet und geprüft werden. Zudem geben wir Ihnen einen Überblick über die Vor- und Nachteile, die ein Bausparvertrag bietet.

Alles wichtige auf einen Blick

  • Das Bausparen wird vom Staat durch verschiedene Fördermöglichkeiten unterstützt. Je nach Situation können die Fördermöglichkeiten helfen, früher auf das Darlehen zuzugreifen oder dieses schneller abzubezahlen
  • Neben den Darlehenszinsen fallen beim Bausparvertrag weitere Kosten an, wie die Abschluss- und Kontoführungsgebühr, die von Bank zu Bank variieren
  • Das Bausparen eignet sich nicht für jeden und bietet daher viele Vor- und Nachteile
  • Zum einen bietet das Bausparen sehr viel Sicherheit und ist planbar, eignet sich aber beispielsweise nicht für eine kurzfristige Immobilienfinanzierung

Die Fördermöglichkeiten – Sparen vom Staat gefördert

Es gibt für Bausparer unterschiedliche Förderungen, von denen sie profitieren können. Diese sind davon abhängig, wie hoch das Einkommen des Sparers ist und ob sich der Arbeitgeber am Bausparvertrag über vermögenswirksame Leistungen beteiligt oder nicht. Die Förderungen kommen vom Staat und können dabei helfen, das Darlehen schneller ausgezahlt zu bekommen oder aber dieses schneller zu tilgen. Wir haben die wichtigsten Fördermöglichkeiten zusammengefasst und für Sie erklrät:

  • Die vermögenswirksamen Leistungen

    Die vermögenswirksamen Leistungen können von Arbeitnehmern, Beamten, Richtern, Auszubildenden und von Soldaten vom Chef beantragt werden. Diese belaufen sich auf maximal 40 Euro pro Monat. Die Zahlung ist eine freiwillige Entscheidung vom Arbeitgeber und muss daher nicht bewilligt werden. Werden sie jedoch angeboten werden sie direkt im Vertrag festgehalten.

  • Die Arbeitnehmersparzulage

    Werden vermögenswirksame Leistungen für den Bausparvertrag genutzt und liegt das versteuerte Einkommen des Sparers bei maximal 17.900 Euro bzw. bei verheirateten bei 35.800 Euro, so kann über die Einkommenssteuererklärung eine jährliche Zulage vom Staat von 43 Euro bzw, 86. Euro beantragt werden. Diese Arbeitnehmersparzulage wird jedoch nur gezahlt, wenn das Bauspardarlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt wird.

  • Die Wohnungsbauprämie

    Diese Prämie wird nur dann ausgezahlt, wenn der Bausparvertrag wohnwirtschaftlich verwendet wird und das zu versteuernde Einkommen nicht höher als 25.600 Euro bzw. bei verheirateten 51.200 Euro liegt. Als weitere Voraussetzung muss jährlich mindestens 50 Euro in den Vertrag fließen. Die Höhe dieser Prämie liegt bei 8,8 Prozent der jährlichen Einzahlungen und hat einen maximalen Wert von 45 Euro bzw. 90 Euro für verheiratete.

  • Der Wohn-Riester

    Um den Wohn-Riester vom Staat zu erhalten, darf die Bausparsumme nur für den Bau oder Kauf von selbst genutztem Eigentum oder den altersgerechten Umbau verwendet werden. Zudem muss der Sparer gesetzlich rentenversichert sein. Die Höhe liegt bei 175 Euro pro Jahr, wenn der Sparer mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in den Bausparvertrag einzahlt. Für jedes Kindergeldberechtigte Kind fließen zusätzlich bis zu 300 Euro in den Vertrag.

Die Zulagen fließen sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase und sorgen dafür, dass der Bausparvertrag früher zuteilungsreif ist bzw. schneller abbezahlt werden kann. Bevor eine der genannten Fördermöglichkeiten genutzt wird, sollten jedoch die steuerlichen Aspekte beachtet und mit einem Experten besprochen werden.

  • Das Bausparen wird vom Staat durch verschiedene Fördermöglichkeiten unterstützt
  • Je nach Situation können die Fördermöglichkeiten helfen, früher auf das Darlehen zuzugreifen oder dieses schneller abzubezahlen

Die Kosten – Abschluss- und Kontoführungsgebühren von Bank zu Bank unterschiedlich

Für einen Bausparvertrag fallen neben den Darlehenszinsen noch weitere Kosten, wie beispielsweise die Abschluss- und Kontoführungsgebühr an. Die Abschlussgebühren sind prozentual von der Höhe der Bausparsumme abhängig, während die Kontoführungsgebühr von Bank zu Bank unterschiedlich ist. Da die Kosten je nach Bausparkasse variieren sollten diese vorab verglichen werden und in die Entscheidung mit einfließen. Die Kosten bilden also einen weiteren wichtigen Faktor, der beim Vergleich verschiedener Tarife beachtet werden muss. Tipp: Kontoführungsgebühren sind laut des Bundesgerichtshofes nur in der Sparphase zulässig, da die zusätzlichen Kosten für Kunden in der Darlehensphase 2017 für unzulässig erklärt wurden. Beachten Sie diesen Standpunkt bei der Wahl der Bausparkasse.

  • Neben den Darlehenszinsen fallen beim Bausparvertrag weitere Kosten an
  • Zu den Kosten zählen die Abschluss- und Kontoführungsgebühr, die von Bank zu Bank variieren

Für wen lohnt es sich? – Entscheidungshilfe Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist nicht für jeden die richtige Wahl. Besonders für Menschen, die eine kurzfristige Immobilienfinanzierung suchen, ist der Bausparvertrag nicht geeignet, da das Geld erst nach Ende der Ansparphase zur Verfügung steht. Für wen sich ein Bausparvertrag lohnt und welche Vorteile dieser bietet erfahren Sie jetzt:

  • Das Bausparen ist fest Planbar und legt fest, wann Geld für die Finanzierung von Bau-, Kauf-, Umbau-, oder Modernisierungsmaßnahmen zur Verfügung steht
  • Das Bausparen eignet sich für Personen die Sicherheit auf lange Sicht suchen
  • Es ist möglich niedrige Darlehenszinsen für lange Zeit und bis zum Ende der Tilgungsphase zu sichern
  • Ein Bausparvertrag wird mit vielen verschiedenen staatlichen Förderungen unterstützt
  • Das Bausparen bleibt trotz der Planbarkeit flexibel für die Sparer
  • Sonderzahlungen sind jederzeit möglich
  • Der Sparer hat begrenzte Freiheit, wann die Bausparsumme verwendet werden kann
  • Die finanziellen Mittel stehen dem Sparenden dann zur Verfügung, wenn er sie braucht
  • Die Darlehenszinsen für Bausparverträge sind meist sehr niedrig

Für wen sich ein Bausparvertrag jedoch nicht lohnt und welche Nachteile eine solche Bindung haben kann, erfahren Sie jetzt:

  • Die Bausparverträge sind meist nur über niedrige Beträge, damit die Bausparkassen die günstigen Zinsen sichern können
  • Das Bausparen eignet sich nicht für eine kurzfristige Immobilienfinanzierung
  • Die Tilgungsraten, die die Bausparkassen verlangen, sind vergleichsweise hoch
  • Ein Bausparvertrag eignet sich nicht zur Finanzierung einer gesamten Immobilie, sondern nur als zusätzliche Finanzierungssumme
  • Die Gebühren bei Vertragsabschluss sind relativ Hoch bei Bausparkassen
  • Eine absolute Planungssicherheit hat man nicht, da der Auszahlungszeitpunkt vom Sparanteil abhängig ist

Die Vor- und Nachteile machen einen Bausparvertrag je nach Situation sehr attraktiv für den Sparer, während in anderen Situationen das Bausparen keine sinnvolle Alternative bietet. Welche Wahl für Sie die beste ist, muss je nach individueller Situation bestimmt werden und ist pauschal nicht zu beantworten.

  • Das Bausparen eignet sich nicht für jeden und bietet daher viele Vor- und Nachteile
  • Zum einen bietet das Bausparen sehr viel Sicherheit und ist planbar, eignet sich aber beispielsweise nicht für eine kurzfristige Immobilienfinanzierung

Bausparen einfach erklärt – Vor- und Nachteile und die wichtigsten Fakten

Alle Fragen rund um das Thema Bausparen

Das Thema Bausparen ist sehr komplex. Daher ist es wichtig etwas Fachwissen zu haben und sich gut zu informieren, bevor ein solch langfristiger Vertrag abgeschlossen wird. Die Experten von IHV beantworten abschließend die wichtigsten Fragen zum Thema Bausparen, damit für Sie keine Unklarheiten offen bleiben.

Was versteht man unter einem Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist ein Sparvertrag zwischen Anleger und Bausparkasse. Der Bausparvertrag ist eine Anlageform, bei der erst ein festgelegter Teil der Summe angespart wird, bevor die Darlehenssumme ausgezahlt wird. Das Bausparen unterteilt sich also in zwei Phasen. Die erste ist die Ansparphase, bei der das Mindestsparguthaben angespart wird. In der zweiten Phase, der Darlehenspahse, wird die Darlehenssumme ausgezahlt und vom Anleger nach und nach getilgt.

Wie lange zahlt man in einen Bausparvertrag ein?

Im Bausparvertrag wird eine Laufzeit vereinbart, die jedoch meist jederzeit anpassbar ist. Häufig wird eine Mindestlaufzeit von 18 Monaten vereinbart und die Laufzeit auf maximal 20 Jahre begrenzt. Wie lange letztendlich eingezahlt wird, hängt von der Summe und der Tilgungshöhe ab.

Was kostet mich ein Bausparvertrag?

Die Kosten für den Bausparvertrag sind von Bank zu Bank verschieden. Es fallen neben den Kosten für die Darlehenszinsen zusätzlich noch Kosten für die Abschluss- und Kontoführungsgebühr an. Diese Kosten sind eine wichtige Kennzahl um verschidene Tarife vergleichen zu können.

Kann man einen Bausparvertrag übertragen?

Ja, ein Bausparvertrag kann an einen Angehörigen übertragen werden. Meist werden die bisherigen Konditionen einfach beibehalten und somit gehen die Rechte und Pflichten einfach an den Angehörigen über. Ob eine Übertragung in Ihrem Vertrag möglich ist, müssen sie jedoch vorab mit der Bausparkasse abstimmen.

Wie kann ich meinen Bausparvertrag auszahlen lassen?

Ein Bausparvertrag kann theoretisch jederzeit ausgezahlt werden. Jedoch hängt die Auszahlung von der jeweiligen Phase ab, in der sich der Anleger befindet. In der Darlehensphase, wird die Summe automatisch ausgezahlt, sobald das Mindestsparguthaben erreicht ist. Während der Ansparphase muss der Vertrag jedoch zuerst gekündigt werden, um das bis dahin angesparte Vermögen ausgezahlt zu bekommen.

Was ist der Regelsparbeitrag?

Der Regelsparbeitrag beschreibt den monatlichen zu zahlenden Betrag und richtet sich nach der Höhe der Bausparsumme. Der Beitrag wird im Bausparvertrag festgehalten, kann jedoch je nach Vertrag jederzeit abgeändert werden.

Was ist das zu versteuernde Einkommen?

Das zu versteuernde Einkommen ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Es beschreibt die Bemessungsgrundlage für die Steuerfestsetzung der Einkommenssteuer. Es wird mithilfe einer recht komplizierten Formel berechnet und ist daher für laien nicht leicht zu bestimmen.